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Leitartikel
Etwas Neues beginnen

Etwas Neues beginnen

Leitartikel treffpunkt-kirche Ausgabe 9, September 2016

„…und plötzlich weisst du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen“ Meister Eckhart

Diesen Spruch auf einer Karte habe ich von einer Frau aus der Ref. Kirchgemeinde Kelleramt zum Abschied erhalten. Genau so habe ich es erlebt. Plötzlich wusste ich, ich muss weitergehen – meine Zelte abbrechen, alles hinter mir lassen und weiter-
gehen. Aufbruch nach 9 Jahren Kelleramt. Das Thema „unterwegs- sein“ beschäftigt mich seither. Wieso will ich nicht im Altbewährten bleiben? Was bewegt mich, weiter zu gehen? Ein Text von Anselm Grün hat mich berührt. Er schreibt: „Er (der Mensch) muss sich ständig von Neuem auf den Weg machen. Er muss immer wieder aufbrechen…. um auf seinem Weg weiterzukommen“.

Mit den KiK-Kindern von der Ref. Kirchgemeinde Kelleramt haben wir den Auszug aus Ägypten erzählt. Wie viel Symbolkraft hat doch diese Geschichte. Hier erleben wir die ganze Palette: Begeisterung fürs Neue, Angst vor Neuem, Anschuldigungen (wir Menschen suchen doch immer einen Schuldigen), Sehnsucht nach Altem. Anselm Grün schreibt dazu: „Da brauchen wir wie die Israeliten einen Engel des Aufbruchs, der seinen Stab über das Rote Meer unserer Angst hält, damit wir ver-
trauensvoll und sicher durch die Fluten unseres Lebens schreiten können“.

Gott ist ein Gott des Exodus, des Aufbruchs, der Gott, der uns immer wieder er-
mahnt, aufzubrechen und unseren Weg zu gehen. Plötzlich sehe ich meinen Weg vor mir. Ich darf in der Ref. Kirchgemeinde Bremgarten-Mutschellen als Sozialdia-
konin arbeiten. Egal was auf mich zukommt, mein Weg geht weiter – so schön! Ich freue mich darauf, mit Ihnen unterwegs zu sein im Wissen, dass Gott mitten unter uns und mit uns unterwegs ist.

Ihre Maria Trost-Hansemann, Sozialdiakonin